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Auf der Jagd nach Millionen und Renditen

Hochmut kommt vor dem Fall. So sagt es ein Sprichwort. Nun, ein wenig hochmütig, zumindest mit hochtrabenden Plänen ausgestattet, war er schon, Banker Chris, der in „Die Abstauber“ ziemlich rasch, vom gefeierten Star, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Zwar unverschuldet, denn die eigentlichen Gauner sitzen in den Chefsesseln der Bank, doch das mildert seinen Schmerz und die Fallhöhe nur wenig … bis er, der einst so gefeierte Anlage- und Investment-Guru Chris Melzer bei Putzfrau Carmen, die in der gleichen Bank arbeitet, unterkommt. Und irgendwie Gefallen an dem einfachen Leben jenseits von Börsenwahnsinn, Bilanzen und der Jagd nach Renditen findet. Und so kommt es, wie es kommen muss: Da bahnt sich für den gefallenen Börsenstar eine ganz große Liebe an, zumal auch die Kinder der Alleinerziehenden mitspielen und den Ersatzpapa schnell in ihr Herz schließen!

Leichte und dennoch gute Fernsehkost zum Fest. Wobei freilich auch der Stress von Anlageberatern, die Gier von Reichen, die immer reicher werden wollen, wie auch das Thema Immobilien und Fonds gestreift wird. Carmen indes versteht davon wenig und hat so ihre eigenen Probleme. Denn der sitzt, nach einer Firmenpleite, der Gerichtsvollzieher im Nacken. Gut, dass sich wenigstens Chris mit Bankgeschäften, Darlehn und Bürgschaften auskennt und, gegenüber der Hausbank (die in diesem Fall keine Anlagebank ist, denn Carmen hat ja nur Schulden und null Vermögen) den richtigen Ton trifft …

Manch einer, der im ganz realen Leben mit Börsengängen und Financial Tombstones zu tun hat, der sich tagtäglich mit Anlagestrategien und Renditen befasst, wird sich wohl in den Film wiedererkennen. Zumindest dann, wenn schon am frühen Morgen die ersten Börsenkurse über den Bildschirm flimmern. Ja, die Jagd nach Geld kann spannend sein und hoch hinaus führen, aber auch müde machen und mitunter auch schief gehen!