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Bondagen Fesselnde Lust

Psychologie: Bondagen
Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet Unfreiheit, Unterdrückung, Knechtschaft. Obwohl im normalen Sprachgebrauch geläufig steht er heute auch für bestimmte sexuelle Praktiken, die Fesselspiele. Diese können der so genannten BDSM – Szene zugerechnet werden. Dabei stehen die Buchstaben hauptsächlich für folgende Begriffe: B für Bondage, Binden; D für Disziplin, Dominanz; S für Submission (Unterwürfigkeit), Sadismus; M für Masochismus (sexuelle Erregung oder Befriedigung durch Erdulden körperlicher und seelischer Misshandlung).
Neben den sexuellen Spielarten des Fesselns wird es auch als eine Kunstform angesehen, die aus Japan stammt.

Fesselspiele gehören für zunehmend mehr Menschen zur sexuellen Bereicherung
Durch die recht gut vorangekommene sexuelle Aufklärung, den ungehinderten Zugang zu Pornographie und einer zunehmenden Freizügigkeit erkunden immer mehr Menschen für sie unbekannte sexuelle Praktiken.
In der BDSM – Szene, wozu auch Domina – Rollenspiele gehören, werden sie in vielfältiger Form genutzt, so als Teilfesselung ausgewählter Körperteilen, als Vollfesselung, zum Aufhängen von Sexualpartnern oder auch um bestimmte Stellungen eines Partners zwangsweise herzustellen. Das geschieht mit dem Ziel sexuelle Erregungszustände hervorzurufen, aufrecht zu erhalten oder auch abklingen zu lassen, bestimmte erotische Konzentrationen in den Vordergrund zu rücken und ausgefallenen ästhetischen Ansprüchen zu genügen. Einige Menschen können nur über diesen Weg zur sexuellen Befriedigung gelangen, für andere ist es Lustgewinn. Nicht selten genießen alle Beteiligten diese Situation. Verbreitet sind Bondagen sowohl bei hetero als auch bei homosexuellen Veranlagten.
Eigen sind allen diesen Spielarten, dass die Gleichberechtigung der Partner während der Aktion aufgehoben wird, wobei sich die Meisten daran halten, dass alles vorher abgesprochen sein sollte und mit Zustimmung aller Beteiligten, also einvernehmlich, geschieht. Nur dann sind die Straftatbestände der Freiheitsberaubung und einer möglichen Körperverletzung nicht gegeben. Außerdem ist es ratsam Worte und Zeichen zu vereinbaren, um das Geschehen abzubrechen. Jedoch kommt es immer wieder vor, dass in erster Linie bei Anfängern und Ungeübten Unfälle bis hin zur Tötungen passieren. Auch Straftaten und schweren Verbrechen werden in diesem Zusammenhang immer wieder bekannt.
Neben den oben erwähnten Formen und Kombinationsmöglichkeiten der Bondagen und der Domina – Szene finden sie unter anderem auch Anwendung bei erotischen Spielarten mit so genannten Natursekt. Mit Natursekt ist menschlicher Urin gemeint. Das einseitige oder gemeinsame Urinieren der Partner bis hin zum Trinken der Ausscheidung stellt für diejenigen, die daran eine besondere Freude haben, eine sexuell sehr anregende Praktik dar.
Generell ist festzuhalten dass man heute davon ausgeht, dass all diese sexuellen Betätigungen nicht als krankhaft angesehen werden, solange sie nicht mit erheblichen Zwangszuständen einhergehen.

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