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Der Nachteil von einem günstigen Parkettboden

Der vielseitige Emil Berliner erfand nicht allein das Grammophon und die Schallplatte, sondern auch den Parkettboden. Dieser Bodenbelag für Fußböden ist in diversen Musterungen in vielen Haushalten zu finden. Laubbaumholz ist in der Regel der Rohstoff, aus dem ein Parkettboden gemacht wird. Das Holz wird zu Beginn zerteilt, um anschließend wieder in einem vorgegebenen Dessin abermals zusammengesetzt zu werden. Die Holzfasern müssen dabei immer horizontal liegen.

Der Parkettboden hat hervorragende Charakteristiken und gehört zu den soliden Bodenbelägen für Appartement oder Eigenheim. Man benötigt auf Grund der vielen kleinen Holzstücke einen tragfähigen Untergrund.  Nachdem der Parkettboden verlegt ist, bilden sich keine Fugen, darüber hinaus saugt das Material die Feuchtigkeit aus der Luft auf und normalisiert dadurch das Klima im Raum. Der Parkettfußboden ist wegen seiner dichten Flächen ein sehr hygienischer Bodenbelag. Die begehrtesten Hölzer in Europa sind Eichenholz, Buche, Ahorn, Kirschholz oder Esche.  Werden Hölzer aus anderen Erdteilen eingeführt, handelt es sich meistens um Mahagoni, Teak oder Zebranoholz.

Ein Laminatboden wird zwar auf die selbe Weise wie ein Parkettboden verlegt, hat allerdings andere Eigenschaften. Laminat kann, im Gegensatz zu Parkett, die Luftfeuchtigkeit nicht aufnehmen, weil es einen Kunststoffüberzug hat. Parkettboden ist darüber hinaus wesentlich kostspieliger als Laminat, allerdings dafür auch viel robuster, da man sie durch Abschleifen immer wieder aufbereiten kann.  Etliche alte Prunkbauten haben Parkettböden, die immer noch in einem guten Zustand sind, obwohl sie schon hunderte Jahre alt sind.

Parkettfußböden gibt es in vielerlei Anfertigungen. Zum einen den Massivparkett und zum anderen den Mehrschichtparkett.  Beim ersten benutzt man massive Holzstücke für den Bodenbelag. Parkettboden wird erst nach dem Verlegen, bei dem das Holz noch unbearbeitet ist, mehrmals mit einer speziellen Schleifmasche behandelt. In folgenden Schritten wird das Parkett mit Wachs oder einem entsprechenden Lack behandelt. Wenn man den Massivparkett im Baumarkt als Fertigparkett kauft, muss man diesen in keinster Weise schleifen noch behandeln, da dies der Hersteller schon erledigt hat.

Früher verwendete man oft teer- oder bitumenhaltigen Klebstoff für den Parkettboden.  Als sich dann herausstellte, dass krebserregende Bestandteile darin zu finden sind, die die Luft absorbiert, sah man schnell davon ab. Ist der Parkettboden im eigenen Daheim schon vor dem Jahre 1970 gelegt worden, so empfiehlt es sich, diesen einer Begutachtung zu unterziehen. Das Mehrschichtparkett hat sich  1939 Johann Kähr patentieren lassen.  Es hat einen dreischichtigen Aufbau und ist deshalb in der Lage, ohne Verklebung verlegt zu werden.  Das funktioniert nach dem mittlerweile allseits bekannten Klick-System. Dieses Parkettbodensystem gibt es sowohl als kraftschließende als auch als formschließende Variante. Ein kleiner Vorsprung im Holz dient zur Überwindung des Widerstands, wodurch die einzelnen Holzstücke beim kraftschließenden System miteinander verbunden werden. Der Nachteil bei dieser Ausführung ist, dass des Öfteren noch nachgeleimt werden muss, damit keine hässlichen Fugen entstehen.  „Woodloc“, das formschließende System, ist ein sogenanntes Winkelsystem. Die einzelnen Dielen bekommen ihre Form durch eine CNC-Fräse und werden beim Verlegen von oben eingewinkelt. Diese Parkettart erfordert mehr Zeit und Präzision beim Verlegen, jedoch ist der Parkettboden dann sehr genau und man kann sicher sein, dass keine Fugen entstehen, und das ohne ein Klebemittel.