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Filzpantoffeln sind gemütlich für daheim

Filzpantoffeln sind Hausschuhe und im Gegensatz zu Halbschuhen oder Stiefeln haben sie zwar eine Vorderkappe und eine Sohle allerdings kein Fersenteil. An und für sich sind sie für Männer und Frauen, allerdings weil es sie schon in so vielen Farben mit den verschiedensten Verzierungen gibt, kann man sie in Damen- sowie in Herrenabteilungen finden. Doch so wie die etliche Dinge, haben auch die Filzpantoffeln ihre Geschichte, die weit zurückgeht. Filz ist den Menschen schon sehr lange bekannt und gehört daher zu den ältesten Textilformen.

Der Filz wird aus reiner Schafwolle gewonnen. Die Wolle wird dabei so lange bearbeitet, bis das sogenannte Vlies entsteht. Danach erhält der Stoff, durch mechanische Bearbeitung, einen festen Zusammenhalt. Dabei werden die Fasern der Wolle zufällig miteinander verflochten. Den Stoff Filz entdeckten die Leute allerdings nur durch Zufall. Zu Anfang verwendete man die Schafwolle nur, um eine weiche Schlafunterlage zu haben. Durch die Bewegungen im Schlaf wurde die Wolle zusammengepresst und zerknüllt. Dadurch entstand Filz. Bereits in der Antike wurden die bequemen Filzpantoffeln hergestellt. Die damaligen Schuhe wurden aus grober, dicker Wolle hergestellt. Der ursprüngliche Name für die Filzpantoffeln stammt aus dem Persischen. Dort wurde das Wort „Babusche“ für die Fußbekleidung verwendet. Daraus lässt sich schließen, dass die Schuhe aus dem Orient zu uns gekommen sind. Man schmückte Filzpantoffeln mit prachtvollen Stickereien. Von der Form her hat sich nicht sehr viel verändert. Sie hatten dereinst bereits eine bauchige Form und waren spitz an den Enden. Die Schuhe verbreiteten sich äußerst schnell. Über Byzanz kamen die Filzpantoffeln erst nach Italien und im 15. Jahrhundert waren sie bereits in ganz Europa zu finden. Erst vier Jahrhunderte später wurde diese Art von Schuh tatsächlich Pantoffel genannt. Damals entwickelte sich auch die Redewendung „unter dem Pantoffel stehen“. Dadurch, dass die bürgerlichen Ehefrauen sich hauptsächlich im Haus aufhielten, trugen sie die meiste Zeit Filzpantoffeln. Die Frauen hatten den Haushalt fest in ihrer Hand und wenn sich die Männer zu Hause unterordneten so „standen sie unter dem Pantoffel“. Diese Männer wurden dann als „Pantoffelhelden“ bezeichnet.

Üblicherweise muss man mit Filzpantoffeln keine weiten Strecken bewältigen. Außerdem kommen sie im Regelfall nicht in Kontakt mit Nässe oder Schmutz. Dies ist auch der Grund, warum sie erheblich weicher und bequemer gestaltet sind, als Straßenschuhe. Die Pantoffeln Hausschuhe spielen in Japan eine wesentlich wichtigere Rolle als in der österreichischen Kultur. Dort werden sie allgemein im Haus getragen, da man dort auf gar keinen Fall mit normalen Schuhen eine Wohnung betritt. In manchen Haushalten findet man sogar eigene Filzpantoffeln, die nur für die Toilette gedacht sind. Eine eigene Ausführung der Filzpantoffeln ist die sogenannte Pantolette. Pantoletten sind Schuhe die eine ähnliche Form wie Pantoffeln haben, jedoch für den Außenbereich gedacht sind. Daher haben sie auch eine straßentaugliche Laufsohle. Bei Filz handelt es sich um ein schwer trennbares Fasergut. Im Laufe der Jahre haben die Hersteller stets mehr praktische Eigenschaften des Stoffes entdeckt. Filz hat die Eigenschaft äußerst temperaturbeständig zu sein und kann als Folge nicht brennen. Darüber hinaus hat man entdeckt, dass der Stoff feuchtigkeitsabwesend und schall- und kältehemmend ist. Daher wird er nicht nur für die Erzeugung von Filzpantoffeln verwendet, sondern für ganze Unterkünfte. Die zentralasiatischen Nomaden bauen aus dem Stoff ihr traditionelles Heim. Auch in anderen Bereichen wird Filz verwendet, wie zum Beispiel in der Technik für Dichtungen oder um Geräusche zu dämmen.