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Herkunft und Geschichte vom Piercing

Herkunft und Geschichte vom Piercing

Piercings sind genau wie das Tattoo nicht erst in der heutigen Zeit ein beliebter Körperschmuck, schon seit Jahrtausenden werden Löcher in unterschiedliche Hautpartien von Kopf bis Fuß durchstochen um dort den gewünschten Körperschmuck zu platzieren. Heutzutage wird dies meist nur noch aus Mode und Trendgründen bzw. wegen des Aussehens gemacht. Früher jedoch wurde dieser Körperschmuck aus traditionellen Gründen angebracht, um sich von anderen Volksstämmen abzugrenzen oder um einen bestimmten Veränderungsprozess der Reife zu zelebrieren.
Bekannt sind vor allem die Ureinwohner Afrikas und Asiens für deren großen Körperschmuck vor allen an Lippen, Genitalien und Nasenflügel. Dieser Schmuck wurde damals noch aus Holz, Ton, Quarz, sogar Knochen und einfachen Metallen angefertigt.
Vor allem die gedehnten Ohrlöcher kennt man hier von Fotos aus Afrika, aber auch Ägypten. Das diese Art des Piercens schon sehr alt ist, zeigt beispielsweise ein Nachweis der Totenmaske des berühmten Pharao Tutanchamun. Auf dieser Maske sind die geweiteten Ohrlöcher des altägyptischen Pharos deutlich zu erkennen. Diese Entdeckung beweist, dass es bereits 1550 vor Chr. die ersten Ohrlöcher in Ägypten hat geben müssen.
Ein weiterer Grund vieler Kulturen Körperschmuck an den unterschiedlichsten Stellen zu tragen, ist der der Opfergabe und zur innerlichen Reinigung. Dies deuten Berichte von spanischer Eroberer aus dem 16. Jahrhundert an. Laut überlieferten Steinreliefs wurden so in Mittelamerika nicht nur die Ohren und Zungen, sondern auch die Wangen und sogar Genitalien durchstochen.
Auch das heute sehr beliebte Brustwarzen Piercing soll schon in frühen Jahrhunderten in Europa getragen worden sein. Ein vertrauenswürdiger Beweis, der diese These bestätigt fehlt allerdings bis Heute. Die Quellen aus denen diese Vermutungen hervorgehen, sind vor allem erotische Literatur.
In der westlichen Kulturszene waren Ohrlöcher und Ohrringe nur bei Frauen akzeptiert und änderte sich erst Anfang der 1970er. Die einzige Ausnahme, bei der es für einen Mann normal war ein Ohrloch zu haben, war wenn er dem Berufsstand der Zimmerleute angehörte. Für diese war es üblich im Rahmen der traditionellen Walz ein Ohrloch mit einem Zimmermannsnagel stechen zu lassen.
Interessant ist auch, dass ein Ohrring im rechten Ohr noch in den 1970er Jahren als Erkennungszeichen der Schwulenszene bekannt war.
Erst ab Mitte der 1990er Jahre wurde auch die Jugenszene auf das Schmücken des Körpers aufmerksam und das Piercen wurde zum Trend.
Klar ist, dass die heutzutage als neumodischen Tattoo und Piercing tragenden Menschen, lange nicht die ersten sind die diese Entdeckung für sich machten.

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