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Mit Tantra zu äußerer und innerer Ausgeglichenheit

Mit Tantra zu äußerer und innerer Ausgeglichenheit
Kaum eine andere Form der Massage kann auf eine so lange und bedeutungsvolle Geschichte verweisen, wie die alt-indische Tantraphilosophie. In dieser wird die sexuelle Energie bereits seit über 5000 Jahren als Lebensprinzip verehrt, was vor allem in der Gegenwart fälschlicherweise noch sehr oft mit käuflichem Sex oder gar Prostitution assoziiert wird. Tatsächlich geht es bei der Tantra Massage um weit mehr als erotische Berührungen – Tantra akzeptiert den Menschen in seiner Ganzheit, wobei die inneren Gegensätze von Gut und Böse, heilig und sündhaft ebenso miteinander verbunden werden sollen, wie Körper und Geist. Genau diese Verbundenheit, die von anderen Religionen strikt getrennt wird, ist einer der Hauptbestandteile des Tantra. Eines der wichtigen Ziele dabei ist nicht, eine prophezeite Erleuchtung zu erreichen, sondern zu erkennen, dass der Mensch und sein Körper, so wie er ist, bereits vollkommen ist.

Die Ursprünge der Tantra Massage sind in diversen frühgeschichtlichen matriarchalen Kulturen zu finden, in denen die Sexualität als Lebens- und Schöpfungskraft gefeiert und im Zusammenhang damit sogar unzählige Feste und Rituale begangen wurden. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden die Tantra-Lehren teilweise verpönt, gar verboten, gelangten aber schließlich mit hinduistisch und buddhistisch veränderten Lehren bis nach Tibet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts brachten Handelsreisende und Missionare Teile der Tantra-Philosophie in die westliche Welt, wo diese aber aufgrund der christlichen Gesinnung meist gänzlich missverstanden wurden. Erst dank des indischen Mystikers Osho öffnete sich das Bewusstsein vieler Menschen in den 80er Jahren für die Tantra-Lehre.

Auch wenn die Tantra Massage von Studio zu Studio ihre Unterschiede aufweist, sind die Grundprinzipien bei jeder Anwendung gleich: Allem voraus sollte immer ein ausführliches Vorgespräch statt finden um bestehende Vorurteile zu beseitigen und eine erste Bindung zwischen Masseur und Patient aufzubauen. Dies ist vor allem wichtig, damit sich gerade Tantra-Unerfahrene mit der folgenden Nacktheit nicht unwohl fühlen und sich gänzlich auf die Massage einlassen können. Denn mit der Kleidung soll der Patient auch seinen oft stressigen Alltag ablegen können – inklusive aller Verantwortung und Regeln. In der Regel beginnt die Tantra Massage an Körperteilen wie den Händen und Füßen und arbeitet sich dann allmählich zu intimeren Bereichen hervor. So soll nach und nach ein Vertrauensverhältnis zwischen Masseur und Patient aufgebaut und der Grundstein für die Intimmassage gelegt werden. Oberste Regel dabei: Es geschieht nichts, was der Patient nicht möchte! Denn nur wenn dieser sich wirklich wohl fühlt, kann die Tantra Massage ihre volle Wirkung entfalten.