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Psychologie: Sadistische Sexualität

Psychologie: Sadistische Sexualität

Ein Sadist ist ein Mensch, der anderen Menschen (oder auch Tieren) Schmerzen zufügt, sie quält, demütigt und unterdrückt. Erlebt er dadurch sexuelle Lust und Befriedigung, spricht die Psychologie von einer sadistischen Sexualität.

Woher kommt aber die Verbindung von Lust, Schmerz und Machtausübung und sind sexuelle Sadisten in jedem Fall kranke Menschen? Wodurch jemand zum Sadisten wird und ob die Anlage zum Sadismus schon in den menschlichen Genen gespeichert ist, weiß man nicht wirklich. Tatsächlich wird der Sadismus oft mit genetischer Disposition begründet, manche Wissenschaftler erklären das Phänomen auch mit einschneidenden Kindheitserlebnissen. Eine weitere mögliche Ursache ist eigentlich einleuchtender: Wenn ein Mensch im Leben eine scheinbar oder wirklich untergeordnete Rolle einnehmen muss und darunter extrem leidet, dann kann sich die im Alltag nie ausgelebte „Stärke“ in sadistischer Machtausübung auf sexuellem Gebiet entladen. Geschieht das in einem Maße, dass die sadistischen Gedanken und Handlungen zur Sucht werden und sich nicht mehr willentlich steuern lassen, dann sind Sadisten gefährliche Kranke. Handelt es sich aber um Menschen, die ihre sadistischen Wünsche und Handlungen mit Partnerinnen/Partnern auf freiwilliger und einvernehmlicher Basis ausleben, dann handelt es sich bei dieser sexuellen Spielart um keine behandlungsbedürftige Erkrankung. Es gibt nämlich auch masochistisch Veranlagte, die beim Hinnehmen und Erdulden von Schmerz und Erniedrigung genau soviel sexuelle Befriedigung erleben, wie der Sadist.

Das Codewort für diese Varietät sexuellen Verhaltens ist BDSM (vom Englischen Bondage -Dominance – Sadism – Masoschism zusammengesetzt), oder auch Sadomaso genannt. Allen Spielarten des Sadomaso ist gemeinsam, dass die Beteiligten nicht gleichberechtigt agieren, sondern sich freiwillig in ein Machtgefälle begeben. Einer ist dominat, der andere devot und beide ziehen daraus Lustgewinn. Sado Maso Praktiken finden häufig als Rollenspiel (Sklavin – Herr, Lehrer – Schülerin, Arzt/Krankenschwester – Patient etc.) und in einem BDSM Studio statt. Sie sind dann ein Spiel, bei dem die Akteure durchaus Traum und Realität unterscheiden können und die sie nicht in ihr „normales“ Leben itnehmen. Oft werden für den Sado Maso Sex spezielle Gegenstände wie Fesseln, Ketten, Peitschen, Klammern und verschiedene Instrumente verwendet. Alle Arten des Geschlechtsverkehrs, wie Oral,- Vaginal und – Analverkehr kommen vor, auch Zwangsentsamung kann Teil des Sexspiels sein, bei anderen SM-Spielen kommt kommt es zu gar keinen eindeutig sexuellen Handlungen. Auch beim Besuch einer Domina mit BDSM Studio lassen sich sadistische Sexualfantasien ausleben. Allerdings wird es bei einer Domina in der Regel keinen Geschlechtsverkehr geben. Hier stehen eher Unterwerfung, Bestrafung und Erziehung bzw. die bereits genannte Zwangsentsamung ohne Orgasmus eine Rolle.