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Unsere Uhr und die lange Geschichte

Die Uhr als Zeitmesser hat eine lange Entwicklungsgeschichte hinter sich. In der Zeit vor Christus wurden in Ägypten die ersten Systeme entwickelt, die der Grundstein für unsere heutigen Uhren sind. Diese haben ihren Ursprung vor allem in der schon im 15. Jahrhundert gebauten Taschenuhr von Peter Henlein. Mit Zugfeder, Antrieb und Unruh hat er seine damaligen Exemplare von tragbaren Uhren ausgerüstet. Das machte es erst möglich, die bis dahin nur stationär vorhandenen großen Uhren auch im Taschenformat herzustellen, der Grundstein für unsere heute bekannten vielfältigen Armbanduhren. Im Jahre 1773 bekam Christiaan Huygens sein französisches Patent auf die Spiralfeder im Antrieb der Uhr und Abraham Louis Breguet baute schon 1812 die erste Armbanduhr für Caroline Murat geb. Bonaparte, die jüngste Schwester von Napoléon Bonaparte. In dieser Epoche war eine Kinderuhr jedoch noch nicht bekannt, sie sollte erst viel später entwickelt werden.

Besonders im Bereich der Uhrmacherkunst gab es sehr viele Entwicklungen und Neuentdeckungen. Die Uhrwerke wurden ständig kleiner und machten auch die Größe der Uhr immer handlicher. Bereits um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts wurden Damentaschenuhren, die ein Format einer heute bekannten Armbanduhr hatten, immer beliebter. Sie wurden dann am Handgelenk getragen, was den Herren der Schöpfung jedoch noch viel zu weiblich war. Sie bestanden weiter auf ihrer Taschenuhr an der Kette. Von 1880 an produzierte Girard-Perregaux Armbanduhren für die deutsche Kriegsmarine, eine solche Uhr hätten die männlichen Kinder mit Sicherheit gerne als Jungenuhr getragen.

Die erste Automatikuhr wurde 1923 von John Harwood gebaut. Später wurde die erste Automatikuhr entwickelt, die dann mit Rotor und Wechsler ausgestattet sich selbst aufgezogen hat. Als sie wieder Jahre später in der Schweiz als erste elektronische Armbanduhr mit Miniquarz vorgestellt wurde, war der erste Chronometer geboren. Digitale Uhren sind eine Erfindung der Neuzeit, sie kamen besonders in den Jahren von 1973 auf die Welt. Eine Madchenuhr gab es zu dieser Zeit auch schon, allerdings nicht mit dieser modernen Anzeige, sondern wie gewohnt mit einem Handaufzug. Armbanduhren werden in unserer heutigen Zeit in unzähligen Variationen angeboten und es scheint, obwohl man das Rad nicht mehr neu erfinden kann, gibt es immer wieder eine neue Variation.